23. Juli 2017: Gemeinsamer Sportaktionstag mit Geflüchteten

Das Ziel ist ehrgeizig und klar definiert: Am Sonntag, den 23. Juli 2017 wird der Sportkreis Rottweil auf den Sportanlagen der Stadt Rottweil einen Sportaktionstag mit Geflüchteten veranstalten. Dabei sollen in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, dazu zählt auch der Landkreis Rottweil, Geflüchtete und Sportler aus dem hiesigen Sportkreis zusammengebracht werden, in Kontakt treten und gemeinsam Sport treiben. Diese Veranstaltung sieht der Sportkreis als gelebtes Zeichen der Integration. Konkret ist vorgesehen, eine Reihe von Sportarten vorzustellen, und zwar in gemischten Trainings- und Wettkampfformen. Dazu bedarf es der Mithilfe und Unterstützung von Vereinen und deren Aktiven. Auch für Zuschauer gibt es die Möglichkeit zum spontanen Mitmachen. Das Angebot ist für alle Sportler kostenfrei, zudem gibt es für jeden Teilnehmer einen Verzehrgutschein. Im Übrigen: Die Idee hat der Sportkreis Rottweil vom Nachbarsportverband Freudenstadt übernommen. Dort wurde ein solcher Aktionstag im letzten Jahr erfolgreich durchgeführt, wenn auch etwas in anderer Form. Im Sportkreis Rottweil beschäftigt sich seit einigen Monaten ein kleiner Arbeitskreis unter Leitung von Dirk Theis, Referent für Vereinsberatung und Integration, mit der Organisation dieser Veranstaltung. Die Aufgabenverteilung stellt sich das Gremium wie folgt vor: Der Sportkreis kümmert sich um sämtliche organisatorische Dinge zum Ablauf und geht auf die Vereine, ohne diese der Aktionstag nicht realisiert werden kann, zu. Der Landkreis nimmt über die in der Flüchtlingsbetreuung engagierten Personen den Kontakt zu den Geflüchteten und Asylbewerbern auf. Auch beim Einrichten eines Bus –Shuttle -Service erhofft sich der Sportkreis die Mithilfe der Landkreisverwaltung. Den Vereinen obliegt es, Sportler zu stellen und sich zu den Übungs- und Wettkampfformen Gedanken zu machen. Und diese hängen natürlich stark von der Teilnehmerzahl ab. Deshalb, so die Vorgabe der Sportkreises, müssten sich die Sportinteressierten anmelden. Zu einem ersten Meinungsaustausch hatte der Sportkreis Rottweil kürzlich die Vertreter der Vereine, der Kommunen und die ehrenamtlichen Helfer in den Gemeinden. in den Sitzungsaal des Landratsamtes eingeladen. Dirk Theis präsentierte dabei das Konzept zum Sportaktionstag. Die Resonanz war allerdings eher bescheiden. Doch davon will sich der Sportkreis keineswegs entmutigen lassen. Sportkreispräsident Karl Heinz Wachter meinte: “Wir stehen voll hinter der Sache und wird sind überzeugt, dass wir was machen müssen”. Antje Wiedmann – Bornschein, beim Landratsamt ist sie Integrationsbeauftragte, vertrat die Landkreisverwaltung. Sie sei sehr begeistert, dass der Sportkreis diese Veranstaltung durchführe, sagte sie in ihrer Begrüßung. Wiedmann – Bornschein legte danach einige statistische Zahlen offen. 2300 Flüchtlinge seien derzeit im Kreis Rottweil untergebracht. Die Frage, wie all diese Personen erreicht werden können, stand an diesem Abend im Mittelpunkt und beherrschte die lebhafte Aussprache. Dies sei nur über die Helfer und Helferinnen vor Ort möglich, kristallisierte sich heraus. Doch danach müssten die Rückmeldungen an den Sportkreis gelangen, um Planungsgrundlagen zu haben, so die Vorgabe des Sportkreises. Dies zu bewerkstelligen sei sicher nicht einfach, aber auch nicht unlösbar, so der allgemeine Tenor. Reichlich Klärungsbedarf gibt es auch noch zum Thema Beförderung nach Rottweil. Weitere Gespräche müssten folgen, wurde betont. Für den Sportkreispräsidenten war die Veranstaltung trotz des überschaubaren Teilnehmerkreises ein erster wichtiger Meinungsaustausch. Und er stellte abschließend klar: “Den Sportaktionstag können wir nur gemeinsam durchführen”. Deshalb galt schon vorab sein Dank an die anwesenden ehrenamtlichen Helferinnen, Vereinsvertretern und Vertretern der Kommunen. Zu Beginn der Veranstaltung gab David Scholz vom Württembergischen Landessportbund wichtige Informationen und Tipps zur Integration von Geflüchteten. Themen waren unter anderem: Versicherungsschutz, finanzielle Förderung und strukturelle Unterstützung. 
 
Infoveranst_LRA_01   
Text/ Foto: kw
 
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