Sportkreistag 2016 – Eine Ära geht zu Ende

Dienst an Gemeinschaft sein Anspruch

Robert Nübel zum Ehrenpräsidenten des Sportkreis Rottweil ernannt

Von Jürgen Schleeh

Der Sportkreistag in Schramberg geht in die Geschichte des Sportkreises Rottweil ein. Nach 18 Jahren an der Spitze trat der bisherige Präsident Robert Nübel nicht mehr zur Wahl an. Zu seinem Nachfolger wurde Karl-Heinz Wachter gewählt. In Anerkennung seiner Verdienste wurde der 75-jährige Nübel zum Ehrenpräsidenten des Sportkreises ernannt.

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von links Wolfgang Jauch, Karl-Heinz Wachter,  Klaus Tappeser, WLSB-Präsident,

Robert Nübel und Joachim Thiele

Neben den zahlreichen Vereinsvertretern waren auch lokale und überregionale Politiker in den Bärensaal gekommen. Zeichen der Würdigung und Anerkennung, die Robert Nübel gezollt wurde. Sein Nachfolger Karl-Heinz Wachter betonte: Was er tut, macht Robert Nübel mit Leidenschaft und aus ܜberzeugung. Der Dienst an der Gemeinschaft ist immer sein Anspruch gewesen€œ, so Wachter, dass sich das Engagement von Nübel nicht nur auf den Sport beschränkt habe. Soziales und ehrenamtliches Engagement waren immer seine Motivation. Mehrfach wurde daran erinnert, dass der Renfrizhausener Bub€œ einst auch bei der SpVgg 08 Schramberg Fußball spielte. Ein Mann, in dem Feuer brennt, das er auch im gegnerischen Strafraum entfachte€œ, beschrieb der neue Sportkreispräsident Wachter seinen Vorgänger.

Für Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog sei es Freude und Ehre zugleich, dass der diesjährige Sportkreistag, der durch die Verabschiedung seines langjährigen Präsidenten Robert Nübel von besonderer, vielleicht sogar historischer Bedeutung für den Sportkreis Rottweil ist, hier bei uns stattfindet.€œ An Nübel persönlich gerichtet sagte Herzog: Ich danke Ihnen ganz besonders für Ihren hohen Einsatz, den Sie über all die Jahrzehnte für den Sportkreis Rottweil geleistet haben.

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im deutschen Bundestag: Das Gesicht des Sports im Kreis Rottweil heiߟt Robert Nübel. Wenn er um Hilfe und Unterstützung bat, war er immer freundlich aber bestimmend, erinnert sich Kauder und fügt weiter an: Robert Nübel hat dabei immer auf das Gute hingewiesen, was Sport bedeutet. Stefan Teufel, Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion, sprach dem bisherigen Sportkreispräsidenten Dank aus, für die Jahre, was Robert Nübel für den Sport geleistet hat.

Herrmann Kopp, Erster Landesbeamter des Landkreises Rottweil, betonte, dass zum Sportkreis schon immer ein vertrautes Verhältnis bestehe. €žRobert Nübel trat nie laut auf, sondern sachlich€œ und dankte bei dieser Gelegenheit allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Der Sport im Kreis Rottweil ist so vielfältig wie die Landschaft, fügte Kopp an. Bertram Heiߟler, Präsident Sportkreis Breisgau-Hochschwarzwald, erinnerte an viel Gemeinsamkeiten und Aktionen beider Sportkreise und €žich hoffe, dass wir in Verbindung bleiben€œ. Aus Anlass der Verabschiedung von Robert Nübel war Roland Matthes, Präsident des Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, zu dem der Sportkreis Rottweil eine Partnerschaft pflegt, eigens nach Schramberg gekommen. €žEntfernungen kann man überwinden, um die vielen Ideen in einer Partnerschaft umzusetzen, so Matthes mit Hinblick, dass sich die Kontakte weiter vertiefen werden.

€žMit Robert Nübel wird ein leuchtendes Beispiel der Gesellschaft ausgezeichnet. Du hast die Anerkennung und Wertschätzung Deiner Mitmenschen verdient€œ, bekräftigte Karl-Heinz Wachter, als er Robert Nübel unter großem und anhaltendem Beifall die Urkunde zum Ehrenpräsidenten des Sportkreises Rottweil überreichte. Sichtlich bewegt, meinte Nübel: Was war das Wichtigste in den 49 Jahren? Sport ist die große Chance, in allen Altersstufen das Leben zu verbessern€œ und gab den Rat mit auf den Weg: Vereine und der Sportkreis müssen an den Stellschrauben drehen, um die hohe Qualität und Kompetenz zu erhalten. Ich danke allen meinen Wegbegleitern€œ und zitierte Hermann Hesse: €žIch werde gerne im Buch der Erinnerungen blättern.

Sportvereine sorgen für sozialen Zusammenhalt

Demografischer Wandel und Integration der Flüchtlinge als Herausforderung der Zukunft

In seiner letzten Amtshandlung als Präsident des Sportkreises Rottweil leitete Robert Nübel am vergangenen Freitag den Sportkreistag, der im Bärensaal des Hotel Bären in Schramberg über die Bühne ging. Anerkennende Worte richtete er dabei an die Vereinsvertreter: Sportvereine sorgen für den sozialen Zusammenhalt. Der Sport braucht aber auch zuverlässige Partner und dankte damit allen Sponsoren und Unterstützern.

1967 zum Sportkreisjugendleiter im damaligen Sportkreis Horb, 1975 dann zum Sportkreisjugendleiter im Kreis Rottweil gewählt, blickte Nübel auch als er 1998 zum Präsident des Sportkreises Rottweil gewählt wurde immer mit groߟer Freude und Stolz auf die Jugendarbeit im Sportkreis. Selbstständig in den Inhalten und ohne finanzielle Auflagen hat unser Team seit Jahren eine zeitgemäߟe Jugendarbeit den Vereinen angeboten. Mein Dank und mein Hochachtung gilt Heike Hargina, Romina Burkhardt, Edeltraut Metzger, Karlhelm Grießer, Ute Bender, Bianca Haller, Martin Glunk und Denis Harzer. Bei so einem tollen Team kann ich beruhigt in den Ruhestand gehen€œ, so Nübel.

Die Entwicklungen der globalisierten Welt erfordern es, dass sich gerade Sportvereine dem Thema Flüchtlinge und deren Integration annehmen müssten. Nirgendwo begegnen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, sei es geografisch wie auch sozial, so ungezwungen und unvoreingenommen wie im Sport€œ, unterstrich Nübel. Auch die demografische Entwicklung älter, weniger, bunter€œ würde sich in den Vereinen mehr und mehr spiegeln.

Dieses Thema hob auch Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbund (WLSB) hervor. Es ist ein gutes Zeichen, dass so viele hier sind€œ, freute sich Tappeser bei der Begrüߟung. Der demografische Wandel forderte die Vereine heraus, dass sie sich etwas einfallen lassen müssen. Jungen Leuten gilt es, Perspektiven zu zeigen, aber auch den Ąlteren. Die inzwischen 50 Sportvereinszentren sieht Tappeser als guten Ansatz. Wir brauchen aber auch die Unterstützung unserer Hauptsponsoren, den Kommunen. Der WLSB-Präsident sprach zudem an, dass die Vereine ein Problem mit dem Mindestlohn haben würden, müsse es eine Abgrenzung zum Ehrenamt geben.

EHRUNGEN

Dank und Hochachtung für ehrenamtliche Tätigkeit

Ehrungen waren schon immer eine der angenehmsten und freudigsten Aufgaben, die Robert Nübel zu erledigen hatte. So auch beim Sportkreistag in Schramberg, als es zahlreiche Frauen und Männer für ihr ehrenamtliches Engagement mit der WLSB-Ehrennadel in Gold sowie dem Ehrenbrief des Sportkreises zu würdigen galt. €žIch zolle Ihnen meinen Dank und meine Hochachtung, so der nun ehemalige Sportkreispräsident Robert Nübel (links) mit den Geehrten Edmund Schnell (WLSB-Gold), Alois Haaga (WLSB-Gold), Ursel Bühner (WLSB-Gold), Werner Bantle (WLSB-Gold), Viktor Bihler (WLSB-Gold), Hubert Bihler (WLSB-Gold), Dr. Hans J. Steim (Ehrenbrief des SK-Rottweil), Manfred Schwanzer (WLSB-Gold), Arthur Föhr (WLSB-Gold), Volker Kauder (Ehrenbrief), Dr. Zinell (Ehrenbrief), Hansjörg Schmohl, Kerstin Harzer, OB a.d. Engeser (Ehrenbrief) und Professor Jürgen Werner (Ehrenbrief). Zudem Bertram Heiߟler (Ehrenbrief) Sportkreis Breisgau Hochschwarzwald und Franz Hertkorn (WLSB-Gold) vom RFV Rottweil.

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Ernennung zu Ehrenmitgliedern

Erstmals wurden beim Sportkreis Rottweil zwei über Jahrzehnte verdiente Mitarbeiter zu Ehrenmitgliedern ernannt: Gundi Liebehenschel und Heinz Walter. €žBeiden ein herzliches Dankeschön€œ, so Robert Nübel. Seit 40 Jahren arbeitet Walter im Sportkreis Rottweil mit. Bis 1981 war er ֖ffentlichkeitsreferent€œ, dann Kassenprüfer und seit 2008 ist Heinz Walter Archivar des Sportkreises. Gundi Lebehenschel übernahm Anfang der 1980er-Jahre das Amt für ֖ffentlichkeitsarbeit. Nübel lobte ihre Treue und den direkten Draht zu den Medien, wovon der Sportkreis profitiert habe. Durch den Umzug von Epfendorf nach Stuttgart gibt sie dieses Amt nun auf. Da jedoch noch kein Nachfolger gefunden wurde, wird Gundi Liebehenschel zumindest vorerst €žkommissarisch diese Aufgabe weiterführen. €žGundi wird eine schwer zu schließende Lücke hinterlassen€œ, weiߟ Nübel.

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Robert Nübel, Heinz Walter und Gundi Liebehenschel

 

Robert Nübel zum Ehrenpräsidenten ernannt

Historischen Charakter hatte der Sportkreistag des Sportkreises Rottweil am vergangenen Freitag in Schramberg. 18 Jahren leitete Robert Nübel als Präsident die Geschicke, zuvor war er von 1967 bis 1998 Sportkreisjugendleiter. Zahlreiche Vereinsvertreter sowie politische Prominenz fanden sich im Hotel Bären ein, um Nübel für sein Lebenswerk zu würdigen. Nach knapp 50 Jahren im Dienst des Sports und für die Gemeinschaft wurde der €žRenfrizhausener Bub  zum Ehrenpräsident des Sportkreis Rottweil ernannt. Der zum Nachfolger gewählte Karl-Heinz Wachter (SV Villingendorf) überreichte ihm unter groߟem Beifall die Urkunde in Anerkennung und Würdigung seiner besonderen Verdienste. Thomas Herzog, Oberbürgermeister von Schramberg, dankte Robert Nübel für seinen Einsatz in all den Jahrzehnten, während Volker Kauder (CDU) ihn als €ždas Gesicht des Sports in Rottweil bezeichnete.

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von links: Karl-Heinz Wachter, der neue Präsident des Sportkreises Rottweil, Ehrenpräsident Robert Nübel und seine Lebenspartnerin Valentina Schwendich, Romina Burkhardt, Sportkreisjugendleiterin und Kerstin Harzer, Vizepräsidentin

 

 

Sprücheklopfer

Es gibt viele Menschen, die wenig Sport machen.

Die sind auch wichtig, als Zuschauer und Motivator. (O-Ton von V. Kauder)

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Volker Kauder, MdB, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag  und links von ihm der neue Sportkreispräsident Karl-Heinz Wachter

 

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Karl-Heinz Wachter, der neue Sportkreispräsident

KOMMENTAR (von Jürgen Schleeh)

Im Team stark

Führungswechsel beim Sportkreis Rottweil. Robert Nübel, der die Geschicke fünf Jahrzehnte mitgeprägt hat, davon knapp 20 Jahre an der Spitze, macht Platz für seinen Nachfolger. Auch wenn sich manch einer die Zeit ohne Robert noch nicht so recht vorstellen kann, es muss und wird weiter gehen. Dafür hat der jetzige Ehrenpräsident durch seine langjährige Arbeit, seinen Führungsstil, selbst gesorgt. Nur im Team sind wir stark, der Einzelne erreicht nichts€œ, war die Maxime von Nübel und band seine Mitstreiter immer ein. Bezeichnend, dass viele davon über Jahrzehnte seine Begleiter waren und sind, den Weg auch ohne ihn weiterbestreiten. Mit Karl-Heinz Wachter hat der Sportkreis einen kompetenten Nachfolger als Präsident, der bereits direkt nach seiner Wahl in souveräner Art verdeutlichte, dass man im Sportkreis Rottweil keine Bange um die Zukunft haben muss. Vor allem dann nicht, wenn das „Team“ in allen Gremien und Ausschüssen weiterhin so gut zusammenarbeitet wie bisher.

Alle Fotos und Texte von Jürgen Schleeh

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