Höhepunkte im Thüringerwald beim WLSB-Seminar

„Wer das Wenige verschmäht, dem wird das Größere nicht“

Allein schon das Seminar zur Förderung des Ehrenamtes seitens des WLSB (Württembergischer Landessportbund) in Oberhof/Thüringen vom 6. bis 8.10.2006 welches von der stellvertretenden Präsident des Sportkreis Böblingen, Renate Nüter geplant und geleitet wurde war ein „Bonbon“.

Doch der Reihe nach: bei wolkenverhangenem Himmel galt zunächst ein Abstecher der Altstadt Suhl bevor im Sporthotel in Oberhof das Domizil für dies Wochenende in Beschlag genommen wurde. Und ratzfatz standen alle ganz schnell auf der Matte, um die Oberhofer Trainingsschanzen und Sportstätten in Augenschein zu nehmen. Doch wir trauten unseren Augen kaum als wir die Rennsteig-Arena, Austragungsort der Biathlon-WM im Jahre 2004 ins Visier nahmen, und plötzlich Jochen Behle an uns vorbeihuschte.
Da die obligatorische Vorstellungsrunde der Seminar-Teilnehmer, die da kamen aus den Sportkreisen Böblingen, Ravensburg, Tuttlingen, Tübingen, Freudenstadt und Rottweil bereits auf der Hinfahrt geschah blieb am Abend viel Zeit um dem Koordinator für Leistungssport des Thüringer Skiverbandes, Holger Wick, bei seinen Ausführungen über die Sportstrukturen im Bundesleistungszentrum Oberhof zu lauschen. Nonstop ging es weiter, denn unser Sportkamerad Robert Manz aus Herrenberg brachte uns in einem ausgezeichneten Vortrag die positiven Auswirkungen des Ausdauersports nahe. Es war jedem schnell klar, dass Ausdauertraining ganz im Zeichen der Gesundheit zu sehen ist und jeden Einzelnen von uns positiv beeinflusst, so dass die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessert werden kann. So war es nicht verwunderlich, dass gleich am Samstag ein Großteil von den Ehrenamtlichen die guten Vorsätze in die Tat umsetzten und unter seiner Anleitung in die Technik, will sagen den richtigen Stockeinsatz beim Nordic-Walking verbesserten. Dafür Robert Manz an dieser Stelle ein dickes Dankeschön! Ein Dank auch der guten Fee von der Geschäftsstelle des Sportkreises Böblingen, Frau Strassacker die dafür sorgte, dass während der Busfahrt niemand darben musste, denn Kaffee und Brezeln standen parat.
Ein Höhpunkt des Seminars war ohne Zweifel der Besuch des Olympiastützpunktes Oberhof, denn wir hatten zudem das Glück Aktive auf dem Laufband und beim „scharfen Schuss“ in den Katakomben zu beobachten. Hier ebenfalls ein herzliches Danke dem DSV-Trainer, Gerold Hönig, den wir wißbegierig „löchern“ durften und so ein wenig Einblick ins Kraftausdauer-, Kondition- und Konzentrationstraining nehmen durften.

Eingerahmt von Sportkreisbesuchern des WLSB die Aktive Juliane Göll mit Skatingtestroller auf dem Fließband

und beim liegend Schießen, Entfernung der Scheibe 50 m und der Schuss ging voll ins Schwarze

Dann stand gleich an der Mattenschanze im Kanzlergrund das nächste Highlight an: wir erlebten zwar bibbernd (Kälte, Wind und Regen) die deutschen nordischen Ski-Meisterschaften und zollten nicht nur dem Sieger Björn Kircheisen bei den Kombinierern Respekt und Applaus, denn bei wahrlich schwierigen Bedingungen zeigten durchweg alle gute bis sehr gute Leistungen. Im Einzelspringen, erlebten wir mit zwei Superflügen den Sieger Michael Uhrmann, der bei den „Deutschen“ in Oberhof nicht zu schlagen war.
Da die Lauf-Disziplin über einen Kurs von 8,8 km auf Inlineskates durch den Ort Oberhof führte, konnten wir die Athleten wirklich hautnah erleben und im Schongang lief wahrlich keiner.
Von so viel Aktivität angesteckt nutzen die Sportkreis-Zuschauer den Abend dann zur eigenen sportlichen Betätigung beim Bowling. Und es wurden nicht nur Lachnummern gezeigt, nein auch richtig gute Würfe schlugen zu Buche.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Wartburg, Martin Luther und Johann Sebastian Bach. So sog man förmlich bei nun herrlichem, spätsommerlichem Wetter optisch die hoch oben tronende Burg und ihre Rämlichkeiten auf und akustisch vernahm man im Bach-Haus einige kleinere musikalische Kompositionen Bachs, gespielt auf typischen Original-Tasteninstrumenten.
Mit einem Spruch Luthers soll das Erlebte dieses lehrreichen Seminars ringsum enden:
„Wer das Wenige verschmäht, dem wird das Größere nicht“

(Text und Foto von: Gundi Liebehenschel, Öffentlichkeitsreferentin)

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