Robert Nübel erhält höchste Auszeichnung – Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland

Sapperlot aber auch, wann kehrt endlich Ruhe ein!

So klang es weit nach Mitternacht durch Dünental in Hörnum.

Es war die  Stimme des  mit dem Bundesverdienstkreuz frisch gekürten Sportkreispräsidenten  Robert Nübel.

Kopie von Robert mit Orden117

14 oder war es gar die 15. Sylt-Erholungsfreizeit die er für Jugendliche aus den Vereinen des Sportkreises Rottweil als Verantwortlicher mit trug.

Auch er lag im Zelt auf Stroh im Schlafsack. Eine Selbstverständlichkeit für ihn!

Er ließ es sich nicht nehmen dann und wann, des Morgens seinen Kopf durch die Leinwandvillen zu stecken und die Kids mit einem Lied da selbst zu wecken.

Und die Morgenfrühe, das ist unsere Zeit,
wenn die Winde um die Berge singen,
die Sonne macht dann die Täler weit
und das Leben, das Leben,
das wird sie uns bringen.

Verhallt war der Donner der Nacht und frohgemut ging’s gemeinsam zum sportlichen nassen Teil des Tages. Er verstand es, er war kein Lehrer, nein er war ein Pädagoge im positivsten Sinne.

Eine ältere Dame, die sich im  illustren Kreis der großen Gästeschar bei der Auszeichnung für Robert Nübel im Backsteinhaus in Sulz eingefunden hatte, erzählte dass sie ihm diese Ehre erweise, da er auch ihre Kinder und Kindeskinder durch seinen Erziehungsstil zu rechtschaffenden Menschen „geformt“ habe. Ein großes Kompliment wie ich meine.

Ja, der Geehrte hat ein Doppelherz wie es in den Lobreden hieß. Die eine Seite schlage für die Kommunalpolitik und die andere für den Sport. Für beide Gebiete habe er jahrzehntelang seine Freizeit eingesetzt und tut es noch heute.  

Wenn man seinen Lebensweg, seine Vita liest kann man kaum glauben, wie er all dies geschafft hat. So war es ihm persönlich sehr wichtig seiner Familie, seinen Kindern und all seinen Wegbegleitern zu danken, die ihm dieses alles ermöglicht haben.

In einem kleinen Flecken im Raum Sulz, erblickte er in Renfrizhausen das Licht der Welt. Nach der Volksschule machte er eine Lehre als Werkzeugmacher bei der Firma Kipp in Holzhausen. Sport seit eher sein Hobby animierte ihn, auf dem zweiten Bildungswege dieses zum Beruf zu machen. Er wurde Sportlehrer und unterrichtete in Sulz und Dornhan. Später machte er noch die zweite Dienstprüfung für Technik und Sport. Seit 2004 ist er zwar im so genannten Unruhestand. Und dies trifft bei ihm wahrlich zu. Sein Amt als Sportkreispräsident füllt einen Großteil seiner Zeit noch heute aus. Er war bis in die höchsten Ebenen des Sports vorgedrungen und so lernte er auch andere Kontinente kennen, unter anderem war er in Japan und Nordkorea. Dies alles habe ihn geprägt und er brachte sein Wissen und das Verständnis in andere Kulturen der Jugend näher.

Sein kommunalpolitisches Wirken darf nicht unerwähnt bleiben. 19 Jahre war er Sulzer Stadtrat und viele Jahre im Kreisrat. „Die Demokratie lebt von Menschen wie Ihnen“ so in den Lobesworten von  Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel.

Jasmin in Hülle und Fülle 9. Juli 2013 029

von links: Stefan Teufel, MdL; Volker Kauder, MdB; Dr. Wolf-Rüdiger Michel; Valentina Schwendisch, Lebensgefährtin vom Geehrten; Robert Nübel, Sportkreispräsident; Gerd Hieber, Bürgermeister der Stadt Sulz; Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbund

Volker Kauder, CDU-Bundestagsabgeordneter: „Als Sportfunktionär habe er die Jugendlichen nicht nur als Leistungsträger, sondern als unverwechselbare Persönlichkeiten gesehen, für die Sport auch eine Charakterbildung darstelle. Deshalb würde in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes nicht nur seine Leistung sondern auch seine Haltung und Einstellung als Mensch gewürdigt.

Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbundes, überbrachte die Grüße und Glückwünsche der großen „Sportfamilie“ „Wir sind stolz, dass einer von uns diese hohe Auszeichnung erhält“. Es folgte „standing ovation“

Jasmin in Hülle und Fülle 9. Juli 2013 073

Gerne erinnere der nun mit dem Verdienstorden Ausgezeichnete sich  an die Zeiten als er mit `nem alten schweren Fußball auf den Dorfwiesen kickte. Noch heute kickt er, wenn seine Zeit es zulässt mit dem runden Leder auf dem Bolzplatz. Die jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit im Sport habe ihm viel abverlangt, aber auch viel gegeben.

Klaus Tappeser im Gespräch mit Kersten Harzer

So trage er nun mit Freude und auch Stolz dieses „Abzeichen“ am Revers und diese Freude so sein O-Ton: „Möchte ich mit allen Anwesenden ein Stück weit teilen.“

Das Rahmenprogramm gestaltete der Musikverein „Echo“ aus Renfrizhausen und die „Wild Girls“ vom TSV Hochmössingen verzauberten die Anwesenden mit ihrer Tanz-Akrobatik.

Lang war die Schlange der Gratulanten nach dem offiziellen Teil. Alle, alle wollten dem Robert die Hand schütteln, denn er hat es verdient, dass dieses „ETWAS“  ihm zuteil wurde.

Jasmin in Hülle und Fülle 9. Juli 2013 086

Jasmin in Hülle und Fülle 9. Juli 2013 083

Jasmin in Hülle und Fülle 9. Juli 2013 040

 

 Jasmin in Hülle und Fülle 9. Juli 2013 089Zusätzlich gut gelaunt nach dem Musikstück „Westernhagen on Tour“ fand die rundum bewegende Feier im Foyer der Stadthalle bei einem Stehempfang und anregenden Gesprächen seinen zwanglosen offenen Ausklang,

bevor Sapperlot, Ruhe in diese schöne Backsteinhalle einkehrte.

Text und Fotos:

Gundi Liebehenschel

 

 

 

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