Romina Burkhardt, Sportkreisjugendleiterin im Interview mit Kai Gläser, Schwarzwälder Bote

1) Wie fällt das Fazit Ihrer ersten Amtszeit als Sportkreis-Jugendleiterin aus?
Seit dem Jahr 2011 bin ich als Sportkreisjugendleiterin für den Sportkreis Rottweil tätig und ich muss feststellen, dass die erste Amtszeit rasend schnell vorüber ging. Trotzdem kann ich ein positives Fazit ziehen. Neben der Arbeit im Jugendausschuss (darunter unsere jährliche Jugendsportlerehrung, das Organisieren von Aus- und Fortbildungen, gemeinsame Ausfahrten usw.) durfte ich in den letzten Jahren sehr viele Vereine und Jugendliche in unserem Sportkreis kennen lernen und Einblick in deren Vereinstätigkeit gewinnen.

2) Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit im Gremium und der Zusammenarbeit mit dem Sportkreis insgesamt?
Die Arbeit im Jugendausschuss ist mehr als zufriedenstellend. Mein Team um Martin Glunk, Dr. Ute Bender, Karlhelm Griesser, Edeltraud Metzger, Bianca Haller und Dennis Harzer ist sehr engagiert. An dieser Stelle gebührt allen Mitgliedern im Jugendausschuss ein großer Dank für deren Unterstützung und gute Ideen.
Aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Sportkreisgremien ist hervorragend. Mir gefällt, dass im Sportkreis Rottweil insgesamt ein gutes Arbeitsklima herrscht und für die Jugend immer ein offenes Ohr gegeben ist.

3) Gab es während Ihrer ersten Amtszeit konkrete Veränderungen in der Arbeit der Sportkreisjugend?
Ja, seit dem Jahr 2013 vergibt der Sportkreis Rottweil jährlich den „Jugendförderpreis“. Durch den Jugendförderpreis soll die Jugendarbeit in den Vereinen weiter gestärkt werden. Aktionen und Projekte der Vereinsjugendarbeit, die sich von der „normalen“ Vereinsjugendarbeit abheben, können jährlich bis zum 31. Dezember beim Sportkreis Rottweil eingereicht werden. Dieses Jahr findet die Preisvergabe des „Jugendförderpreises 2015“ am Sportkreisjugendtag, 24. Februar 2016 um 19.00 Uhr im Jugendcenter in Zimmern statt.
Für die zweite Amtszeit stehen weiter konkrete Veränderungen an, da uns unsere langjährigen Mitglieder Edeltraud Metzger und Karlhelm Griesser aus der Sportkreisjugend verlassen. Ziel ist es daher, noch in diesem Jahr mindestens zwei neue Mitglieder für unseren Jugendausschuss zu gewinnen. Aus diesem Grund befassen wir uns in der Jugend momentan mit einer neuen Aufgabenverteilung im Jugendausschuss.
4) Werden Sie sich einer Wiederwahl stellen?
Klar, da gab es für mich gar nichts zu überlegen!
Ich bin selbst in der Vereinsarbeit groß geworden und schon in jungen Jahren war es mir wichtig, Verantwortung zu übernehmen und mich besonders für Jugendliche einzusetzen. Neben dem Amt der Schulsprecherin am Albeck Gymnasium in Sulz war ich nebenher in meinem Heimatverein, der TV Sulz, als Betreuerin im Leichtathletik tätig und trainierte damals die ganz Kleinen. Daraufhin übernahm ich im TV Sulz einige Jahre das Amt der Jugendleiterin. Durch unseren Sportkreispräsidenten Robert Nübel kam ich dann im Jahr 2011 zu dem Amt der Sportkreisjugendleiterin im Sportkreis Rottweil. Seitdem bin ich gemeinsam mit meinem tollen Team für die knapp 24.000 Jugendlichen unserer 232 Turn- und Sportvereine im Kreis Rottweil zuständig und mir macht die Arbeit großen Spaß.

5) Wenn ja, welche Zielsetzungen und Schwerpunkte möchten Sie in den kommenden Monaten und Jahren setzen?
In den kommenden Monaten steht erst einmal unsere alljährlich große Veranstaltung, die Jugendsportlerehrung am Freitag, den 11.03.2016 in der Stadthalle in Dornhan an, an der wieder rund 200 Jugendliche für deren außerordentliche sportlichen Erfolge geehrt werden. Neben dem Sportkreistag findet am 15.04.2016 auch der Landessportjugendtag in Stuttgart statt, an der die Sportkreisjugend vertreten ist. In den Sommerferien bietet die Sportkreisjugend eine Kanu-Tour sowie einen Ausflug in einen Kletterpark an.

Unser Schwerpunkt wird sein, die Vereine weiterhin in der Jugendarbeit zu unterstützen und wieder mehr Jugendliche aktiv in die Vereine einzubinden.
Fakt ist, dass Jugendarbeit immer schwieriger zu betreiben ist. Ich möchte gemeinsam mit meinem Team die Jugend in den Vereinen durch Aus- und Fortbildungen zu verschiedenen Themen informieren. So z.B. ein Vortrag der WSJ (Württembergische Sportjugend) an unserem Sportkreisjugendtag zum Thema „Zuschüsse in der Jugendarbeit – wie kommt man Geld?“, zu der alle interessierten Jugendlichen herzlich eingeladen sind.

Die Vermittlung von Werten wie z.B. Teamgeist, Kameradschaft, Fairplay, Respekt, Disziplin usw. liegt uns am Herzen. Gemeinsam mit der WSJ wurde die Aktion: „Nein! zu Gewalt im Sport!“ ins Leben gerufen. Wir möchten damit die Jugendlichen und die Vereine bei der Persönlichkeitsbildung und bei der Befähigung und Bereitschaft zu sozialem Verhalten fördern.

Die Kooperation zu unseren Nachbarsportkreisjugenden und zum Kreissportbund Sächsische Schweiz soll mit gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen weiter ausgebaut werden.

6) Bei der Jugendsportler-Ehrung werden demnächst wieder große sportliche Leistungen durch den Sportkreis geehrt. Wie sehen Sie die generelle sportliche Entwicklung in der Rottweiler Sportkreis-Jugend?
Die generelle sportliche Entwicklung in der Rottweiler Sportkreis-Jugend sehe ich zum Teil sehr positiv aber auch zum Teil etwas schwierig. In den letzten Jahren hat sich bei den Jugendlichen in unserem Sportkreis ein stabiles Leistungsniveau herauskristallisiert. Manche Verbände sind gut aufgestellt, legen viel Wert auf die Arbeit mit Jugendlichen und investieren durch finanzielle Zuschüsse und gut geschulte Trainer auch viel dafür.
Manch andere Verbände haben allerdings bei der Gewinnung von aktiven Jugendlichen ihre Schwierigkeiten, wo wieder unsere Arbeit der Sportkreisjugend ansetzt und Unterstützung angebracht ist.

7) Wie hat sich die Mitgliederzahl im Laufe der letzten Jahre entwickelt?
Der Sportkreis Rottweil hat mit seinen 232 Turn- und Sportvereinen insgesamt 61.000 Mitglieder, davon rund 24.000 Jugendliche und über 30 Fachsportarten.
Die Mitgliederzahlen sind leicht rückgängig, was meines Erachtens auf den demographischen Wandel zurückzuführen ist.
Prozentual liegt der Sportkreis Rottweil mit seinen Mitgliederzahlen an erster Stelle im Gegensatz zu vergleichbaren Kreisen. Dies zeigt, dass die Vereine im Sportkreis Rottweil trotz der Zeit des demographischen Wandels ein altersentsprechendes und attraktives Vereinsangebot anbieten, woraus wir stolz sein können.

8) Ist die Rottweiler Sportkreisjugend Ihrer Meinung nach gut für die Zukunft und neue Herausforderungen gewappnet oder sind Veränderungen in der Arbeit geplant?

Ich denke, dass wir für die Zukunft und die anstehenden Herausforderungen gut gewappnet sind. Dies ist meines Erachtens nur mit einem gut funktionierenden und engagierten Team möglich, das gemeinsam am gleichen Strang zieht. An dieser Stelle möchte ich einfach noch einmal Werbung machen, dass wir in der Sportkreisjugend noch mindestens zwei junge Mitglieder (ab 16 Jahren) benötigen, um die anstehenden Projekte in den kommenden Jahren gut durchführen zu können.

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