Schule und Verein – Modell Jugendbegleiter

Zu einem Informationsabend hatte der Sportkreis Rottweil nach Seedorf geladen und Vereinsvertreter aus Waldmsössingen, Hardt, Locherhof, Wittershausen, Mariazell, Oberndorf, Schramberg, Wellendingen und Fluorn verfolgten interessiert den Ausführungen der Referenten Wolfgang Eitel vom WLSB, Michael Schwarz als Fürsprecher für die Schulen, Karlheinz Werner vom SV Seedorf sowie dem Referenten des Sportkreises Rottweil für „Schule und Verein“, Karlhelm Grießer.

Herauskristallierte sich, dass das Bildungsangebot und deren Umsetzung im Wandel begriffen sind. Die Schulen verändern sich, z. B. mehr operative Selbstständigkeit, Einführung von Bildungsstandards, Öffnung für Vereine und Gruppen de öffentlichen Lebens, es gibt immer mehr Ganztagsschulen und das G8. Die allgemeine Entwicklung zeigt, dass bereits heute Vormittagsunterricht, Mittagstisch und Betreuungsangebote angeboten werden. Das heißt konkret: Ganztagsschule aus einem pädagogischem Guss.

Was dabei nicht vergessen werden darf: Bewegung und Sport sind der Schlüssel zum Selbstkonzept junger Menschen.

Die berechtigte Frage: Hat das Ganztagsschulangebot Auswirkungen auf Sportvereine?

Die Referenten waren sich einig: Nein, im Gegenteil, sie sehen Chancen für Vereine und Schule. Die Vereine erhalten Zugang zu Hallen während der Schulzeit, erhalten die Möglichkeit für gezielte Mitgliedergewinnung, können Nachwuchssichtung und –förderung verbessern und können sich an der Entwicklung des Schulprofils beteiligen und umgekehrt gilt, Schulen können die Kompetenz der Vereinsmitarbeiter nutzen, die Vereinsanlagen nutzen und ihre sportlichen Angebote erweitern und bereichern.

Also große Chancen für Vereine und Schulen.

Bewährt hat sich vor Ort einen Ansprechpartner zu haben. Der Bürgermeister oder Amtsleiter bündelt die Wünsche und Vorstellungen, will sagen eine kommunale Koordinierungsstelle sollte vorhanden.

Das Jugendbegleiterprogramm des Landes, welches im Februar 2006 als Modellversuch gestartet wurde, hat Zukunft. Mittlerweile nehmen über 800 Schulen daran teil.

Die Schulen erhalten vom Land über den Schulträger einen pauschalen Finanzierungsbeitrag.

Alle schulexterne Personen, die an der Gestaltung des Ganztags mitwirken, werden als „Jugendbegleiter“ bezeichnet. Nähere Einzelheiten können Interessierte auf der Homepage: www.jugendbegleiter.de finden oder direkt beim Sportkreisreferenten für „Schule und Sport“ Karlhelm Grießer.

Der Vorsitzende des Regionalteams Sport am Schulamt, Michael Schwarz, hat eine Übersicht der Kooperation Schule – Verein mit Themen wie Antragsverfahren, Auswahlkriterien und Vergleichszahlen der letzten Jahre im Sportkreis und im WLSB-Bereich gegeben.

In seinem zweiten Kurzreferat „Der Sport in der Gantagesschule“ hat Michael Schwarz Besonderheiten der Kooperation des TV Obverndorf mit den Schulen Karl-Wider-Schule Oberndorf, Grund- und Hauptschule Sulz und der Konrad-Witz-Schule in Rottweil aufgezeigt.

Karl-Heinz Werner hat als Hausherr und als Präsident des SV Seedorf zunächst den beeindruckenden Sportpark des SV Seedorf vorgestellt.

Anschließend hat er das Pilotprojekt „Sport in der Ganztagesschule“ am Beispiel des SV Seedorf in Kooperation mit der Grundschule Dunningen-Seedorf, der Eschachschule Dunningen und der Graf-von- Bissingen-Schule Schramberg den Zuhörern erläutert.

Eine ausführliche Diskussion schloss sich den Vorträgen an.

Hier kamen auch die Gema-Gebühren zur Sprache und dass durch die Kündigung des Gema-Rahmen-Vertrages evtl. Probleme auftreten könnten. Siehe hierzu auch die Veröffentlichung in Heft 2 des amtlichen Organs „Sport in Baden-Württemberg“.

(Karlhelm Grießer und Gundi Liebehenschel, Öffentlichkeitsreferentin)

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