Sportkreistag 2012

„Sportkreis versteht sich als Brücke zu den Vereinen“

so die Worte von Robert Nübel  beim Sportkreistag 2012, der wiederum einstimmig zum Präsidenten gewählt wurde. (alle übrigen Gremiumsmitglieder ebenfalls!)

Eigentlich wollte er nicht mehr, doch die Suche nach einem Nachfolger oder Nachfolgerin blieb ohne Erfolg. Also stellte er sich nochmals der Verantwortung. Nicht nur seine Gremiumsmitglieder sind darüber glücklich. So ergriff spontan Siegfried Hattler, der Vorsitzende des Sportvereins Zimmern o. Rottweil als Sprachrohr für die 235 Vereine mit seinen  fast 61.000 Mitgliedern das Wort: „Er sei froh, dass Robert Nübel für weitere zwei Jahre mit seiner menschlichen Art dem Sportkreis vorstehe und mit seinem enormen Wissen den Vereinen mit Rat und Tat zur Seite steht“.

Robert Nübel gab dies Kompliment gleich weiter, nicht er  mache die Arbeit des Sports, sondern die Arbeit werden in den Vereinen, in den Abteilungen, von den Aktiven und Jugendlichen und  vor allem von den vielen, vielen Ehrenamtlichen geleistet.

Und diesen zolle er höchste Anerkennung und Respekt.

Stolz sei er, dass das Miteinander der Vereine und Fachverbände mit dem Sportkreis von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt sei.

 Die hohe Bedeutung des Sports für die Gesellschaft wurde in allen Grußworten beim Sportkreistag am Samstagvormittag in der Sulzer Stadthalle Backsteinbau mehr als deutlich.

Hauptredner, Rainer Hipp,

 – überbrachte die Grüße

  des WLSB-Präsidenten Klaus Tappeser –

der im Februar als Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes verabschiedet wurde und sich als : „Herr Niemand  –  ohne Legitimation…“ schmunzelnd vorstellte, hielt eine exzellente Rede, wenngleich auch hin und wieder mit einem  „Augenzwinkern“, die mehrmals durch den Applaus der Delegierten unterbrochen wurde.

Und dies waren nicht wenige, die die neue Sulzer-Stadthalle füllten. Sein Nachfolger, Uli Derad, ein gebürtiger Rottweiler, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen an die sportlichen Wurzeln,  gleich am dritten Tag seiner Amtseinsetzung als neuer Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, zurückzukehren bzw. einen Besuch abzustatten.

Beide waren sich einig, dass es für den Sport mehr als wichtig sei gemeinsam am gleichen Strick mit  Politik, Wirtschaft und Kommunen zu ziehen, denn in der Sache liege man ja nicht weit auseinander. So habe man die Autonomie erhalten, man habe das Haftungsprivileg und das der Gemeinnützigkeit. Es hänge jedoch das Damoklesschwert der Europäischen Union über den Vereinen, die EU wolle die Gemeinnützigkeit aberkennen. Da heißt es gemeinsam wie eine Wand für  unsere Vereine dastehen.

 

Uli Derad LSV-Hauptgeschäftsführer, seit 1.3.2012 im Amt, Sportkreispräsident Robert Nübel

und Rainer Hipp LSV-Hauptgeschäftsführer im Ruhestand

 

Stefan Teufel, CDU-Landtagsabgeordneter teilte mit, dass Robert Nübel immer den Kontakt zur Politik suche und wie wichtig dies sei, zeigte sich gerade bei der Verlängerung des Solidarpakt I und II. Und es freue ihn  als Oppositionspolitiker, dass die neue grün-rote Landesregierung zu diesem Solidarpaket stehe. Der Applaus der Anwesenden war ihm sicher.

Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel hob das ehrenamtliche Engagement hervor. Der Sportkreis Rottweil sei eine große und starke Gemeinschaft im Landkreis Rottweil.

Auf die Integrationsdebatten bezogen sagte Landrat Michel „Gemeinsames Fußballspielen oder Sport allgemein ist viel mehr wert als noch so viele Appelle zur Integration“.

Diesen Worten konnte Walter Hölle, von der Kreissparkasse Rottweil nur beipflichten.

„Das gute Einvernehmen zwischen Sportkreis und der KSK ist nicht nur durch die seit Jahren bestehenden Fördermittel geschuldet“, sagte der Marketingleiter Walter Hölle. „Sie alle sind Vorbilder, weil sie sich ehrenamtlich für die Sportvereine einbringen. Er appellierte auch an die Anwesenden wiederum Fair-play-Beispiele einzureichen, die bei der jährlich stattfindenden  Sportlerehrung mit einem Pokal und einem Geldpreis ausgezeichnet werden.

Der Sportkreis erwähnte in diesem Zusammenhang auch an den Jugendförderpreis der für 2011 von der KSK finanziell getragen wird. Die Vereine sind aufgerufen ihre Projekte schnellstmöglich einzureichen.

Der Hausherr der neuen Stadthalle, Bürgermeister Gerd Hieber, stellte seine Stadt vor und er gerne Gastgeber in dieser schönen Halle sei. Die Stadt Sulz, die Verwaltung und der Gemeinderat böten jederzeit den Vereinen ihre Unterstützung an. Er streifte auch die veränderten Herausforderungen, die durch die Ganztageschule entstehen. Es freue ihn ungemein, wenn er z. B. sehe, mit welch leuchtenden Augen Kinder an einem Wettkampf teilnehmen. Die Begeisterung für den Sport sei nach wie vor riesengroß.

Im Zeitraffer stellte Martina Maier den TV Sulz, Mehrspartenverein vor und Theo Dittmann den VfR, der heute ein reiner Fußballverein ist. Diese Ehrenamtlichen hatten auch die Ausschmückung und Bewirtung der Gäste an diesem Tag übernommen. Dafür gebührt ihnen ein großes Dankeschön!

Dann ging es Schlag auf Schlag mit den Regularien weiter.

Die Berichte lagen allesamt schriftlich vor. Wolfgang Jauch, Finanzreferent wurde eine einwandfreie Kassenführung in allen Belangen von den Kassenprüfern, Hans Kottas und Gerhard Dein bescheinigt.

Als Moderator führte Karl-Heinz Wachter, Vizepräsident, durch die Tagesordnung und ihm zur Seite bei den Wahlen stand Romina Burkhard, Sportkreisjugendleiterin, die den Wahlmarathon in Rekordzeit über die Bühne brachte.

Apropos Bühne:

    Das Bläser-Quartett

    des Posaunenchors Bergfelden

    unter Leitung von Bernd Klaiber

    eröffnete musikalisch den Sportkreistag.

 

 

      Für bunte „Bilder“ auf der Bühne

      sorgte die Bochinger-Tanzgruppe

      „Independance“

      unter Führung von Heidi Kopp

 

Ehrungen

„Die Ehrungen, die wir heute vornehmen, sind uns im Sportkreis sehr wichtig“, mit diesen Worten leitete Robert Nübel auf einen sehr angenehmen Punkt des Sportkreistages über. Unter dem Beifall der Anwesenden betonte er: „Alle haben große Ziele verfolgt und erreicht,“ so lobte er deren Einsatz im Ehrenamt.

Den Ehrenbrief des Sportkreises Rottweil erhielten:

Gerd Hieber, Bürgermeister der Stadt Sulz

Peter Vosseler, Bürgermeister in Ruhestand der Stadt Sulz

Rainer Hipp, LSV-Hauptgeschäftsführer in Ruhestand

und dessen Nachfolger (seit 1. März 2012) Uli Derad

WLSB-Ehrennadel in Silber erhielten:

Bernhard Nagel, SK-Breitensport, der aus dem Gremium verabschiedet wurde sowie

Ursula Bühner, SK-Frauenkommission

WLSB-Ehrennadel in Gold bekamen:

Albert Weichert, Fachverband Boxen,

Werner Schwanzer, Vorsitzender des Fußballbezirks Schwarzwald

Hansjörg Schmohl,  SK-Vizepräsident und

Dieter Franke, Fachverband Leichtathletik

 

Wahlen

Mit leicht verändertem Sportkreispräsidium geht der Sportkreis Rottweil in die Zukunft. Für die bisherige Vizepräsidentin Stefanie Rombach wurde Kerstin Harzer ins Präsidium gewählt. Das Präsidium  setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Robert Nübel, Vizepräsidentin: Kerstin Harzer, Vizepräsident der Mitgliedsvereine: Karl-Heinz Wachter, Vizepräsident der Fachverbände: Hansjörg Schmohl, Finanzreferent: Wolfgang Jauch, Frauenreferentin: Ruth Amann. Die  vor einem Jahr neu gewählte Jugendreferentin Romina Burkhardt (TV Sulz), die Heike Hargina ablöste, wurde vom Sportkreistag bestätigt. Als Kassenprüfer wurden Hans Kottas und Gerhard Dein gewählt.

Der Sportkreisrat sieht jetzt wie folgt aus: Vertreter der Mitgliedsvereine Breitensport: Joachim Thiele, Vertreterin der Mitgliedsvereine Öffentlichkeitsarbeit: Gundi Liebehenschel,  Vertreterin der Mitgliedsvereine Seminare: Anja Gaiselmann.

Referatsleiter sind:  Für Schule und Sport sowie die Sportkreisjugend: Karlhelm Grießer, für Kommune und Sport: Peter Müller und für das Deutsche Sportabzeichen: Klaus Walter. Sportkreisärztin ist Ute Bender. Beisitzer sind Heinz Walter  (Dokumentation), Markus Amann (Neue Medien) und Stefanie Rombach.

Zu Delegierten für den Landessportbundtag am 21. April in Stuttgart wurden Robert Nübel, Romina Burkhardt, Ruth Amann, Wolfgang Jauch und Karl-Heinz Werner gewählt. Ersatzdelegierte sind Karl-Heinz Wachter und Joachim Thiele.

Text: Gundi Liebehenschel

Fotos: Jürgen Schleeh und Klemenz-PresseDienst

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