Vereine und Verbände müssen reagieren

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel.
Davon betroffen ist auch der Sport.
Dieser muss sich mitunter einer rasanten Entwicklung stellen,
um nicht die Orientierung zu verlieren.

Rainer Hipp, ehemals Hauptgeschäftsführer des WLSB zeigte bei einem Forum des Sportkreises Rottweil im 150923_sportkreis_80078Hofer-Saal der Kreissparkasse Rottweil Gefahren, aber auch Möglichkeiten auf, mit denen Verbände und Vereine reagieren sollten um im „Geschäft“ zu
bleiben. In diesem Rahmen ehrte Sportkreispräsident Robert Nübel, Sulz, den Oberndorfer Heinz-Ludwig Giebel der für seine langjährige Unterstützung des Sports im Kreis Rottweil.
Nach den klassischen Arbeitsstunden am Arbeitsplatz ist auch eine ständig wachsende Verfügbarkeit im Privatleben gefordert. Das Stichwort von mehr Flexibilität angesichts der globalen Konkurrenz macht die Runde.

Für Hipp ist das ein entscheidender Vorgang mit verheerenden Auswirkungen auf die Sportorganisatoren. Für ehrenamtliche Tätigkeiten bleibe hier nur noch wenig Spielraum. Trotzdem, die Vereine müssen hier aktiv werden. Seine Forderung: „Das digitale Zeitalter wälzt das Berufsleben so um, dass Arbeitnehmer vor seinen Gefahren geschützt werden müssen.“

150923_sportkreis_80051Vor allem seien es die Arbeitsbedingungen, an die sich die Vereine anpassen müssen, ohne die Gemeinnützigkeit zu verlieren. Die täglichen und wöchentlichen Arbeitszeiten werden sich weiter ändern. Eine immer größer werdende Gruppe von Senioren und Seniorinnen ist zeitlich nicht gebunden. Schüler und Schülerinnen haben mehrmals in der Woche bis nach 17.00 Uhr Unterricht. Die Trainingsnutzung driftet auseinander. Dies alles mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu stemmen, führte Hipp weiter aus, scheint nicht möglich. Es müssen Mitarbeiter gewonnen werden, die tageszeitlich unabhängig dem Sportbetrieb zur Verfügung stehen, um die Konkurrenz zu bestehen.

Eine wichtige Rolle, so Hipp spiele hier die Anpassung der Kooperationssysteme. Bisher wenig genützt sind Kooperationsmodelle zwischen mehreren Vereinen in Form von Arbeitsgemeinschaften, Zweckgemeinschaft, bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft. Hipp: „Die Professionalisierung lässt sich finanziell besser bewältigen, wenn nicht jeder Verein für sich allein, sondern im Verbund mit Nachbarn handelt.“

Großes Engagement gewürdigt:
Im Anschluss an den interessanten Vortrag verlieh Robert Nübel, der Sportkreispräsident, dem Oberndorfer Heinz-Ludwig Giebel den Sportkreis-Ehrenbrief des Württembergischen Landessportbundes. „Sie haben unsere gemeinsame Sportlerwahl zusammen mit der Kreissparkasse Rottweil und uns als Sportkreis Rottweil über viele Jahre hinweg gefördert und persönlich unterstützt“, würdigte Nübel in seiner Ansprache die Leistungen von Heinz-Ludwig Giebel während seiner Zeit in leitender Funktion beim Schwarzwälder Bote. Im Namen der 232 Turn- und Sportvereine des Kreises Rottweil und des Präsidenten des WLSB, Klaus Tappeser, bedankt sich der Sportkreispräsident dafür, dass Giebel mit seinem Engagement mit dafür gesorgt habe, dass die Leistungen der etwas über 61 000 Mitglieder öffentlich gemacht wurden.

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Text und Fotos:

Bernd Müller, Rottweil

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