WLSB-Mitgliederstatistik 2014

Deutliche Zuwächse bei den
Jüngsten und den Älteren

WLSB-Vereine verlieren 8962 Mitglieder gegenüber 2013
Zuwächse bei den Erwachsenen können in der Gesamtbilanz Verluste beim Nachwuchs nicht ausgleichen
Der Sportkreis Rottweil meldet ein Plus von 0,77 Prozent
Der demographische Wandel schlägt sich auch in der WLSB-Mitgliederstatistik nieder. 5720 Vereine, und damit genauso viele wie im Vorjahr, meldeten dem Württembergischen Landessportbund (WLSB) zusammen 2 050 318 Mitglieder. Das sind 8962 Mitglieder weniger als 2013, was einem Rückgang von 0,44 Prozent entspricht.
„Wir haben bei den bis 6-Jährigen und den über 60-Jährigen kräftig gewonnen. Dazwischen jedoch sind deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Mit unserer Initiative zur Vereinsentwicklung ‚Starke Vereine gestalten Zukunft‘ wollen wir auf den demographischen Wandel reagieren und auch dafür sorgen, dass der Sport und das Ehrenamt im Verein für den Nachwuchs wie für die jungen Erwachsenen bis 40 Jahren attraktiv bleiben“, sagt WLSB-Präsident Klaus Tappeser.
Das Plus mit 4,3 Prozent oder 4866 Mitgliedern bei den bis 6-Jährigen in ganz Württemberg fällt deutlich höher aus als 2013 – ebenso bei den über 60-Jährigen mit 2,8 Prozent oder 9703 Mitgliedern. Dagegen hat der Vereinssport in Württemberg in der Altersspanne zwischen 11 und 40 Jahren im vergangenen Jahr etwa 26 000 Mitglieder verloren.

Im Sportkreis Rottweil ergab die Mitgliederzählung ein Plus von 472 auf jetzt 61 412 Vereinsmitglieder – ein Zuwachs von 0,77 Prozent. Nur fünf der 24 Sportkreise im WLSB konnten Zuwächse melden.

Bei den bis 18-Jährigen gehören dem Sportkreis 1320 Mitglieder weniger an, aktuell sind es 17 454.

Sportkreis-Präsident Robert Nübel sagt zur Bilanz 2014: Zuwachs in der Zeit des demographischen Wandels ist Beweis und Bestätigung für die zeitgerechten Angebote unserer Turn- und Sportvereine. Ich spreche dafür allen im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern herzlichen Dank und große Anerkennung aus.
Die Fusion der Schramberger Traditionsvereine kann zukunftsweisend sein, und machte die SG zum mitgliederstärksten Verein im Sportkreis.
Das vor Jahren mit viel Mut und Weitsicht geschaffene Sportvereinszentrum des SV Seedorf machte einen beispielhaften Aufstieg zum zweitgrößten Verein im Sportkreis Rottweil. Grundlage dafür war, das erfolgreiche Zusammenwirken zwischen Gemeinde, Schule und Sportverein in Kooperation mit dem WLSB.

Die Rangliste der Sportfachverbände in Württemberg führt der Schwäbische Turnerbund mit 666 702 Mitgliedern an (plus 14 076 bzw. 2,21 Prozent), vor dem Württembergischen Fußballverband mit 504 686 Mitgliedern (minus 1794 bzw. 0,35 Prozent) und dem Württembergischen Tennisbund mit 173 879 Mitgliedern (minus 3309 bzw. 1,87 Prozent).
Spitzenreiter bei den Sportvereinen im Verbandsgebiet bleibt weiterhin der VfB Stuttgart (43 476/-247), gefolgt vom SSV Ulm 1846 (9175/+65). Der VfL Sindelfingen auf Rang drei (9062/+168) bleibt vor dem MTV Stuttgart (8783/+169).
Die drei mitgliederstärksten Vereine im Sportkreis Rottweil sind 2014: SG Schramberg (2216 Mitglieder), SV Seedorf (1620), TG Schwennigen (1434).

Über den WLSB:
Der Württembergische Landessportbund e.V. (WLSB) ist die Dachorganisation des Sports in Württemberg. Er vertritt den Sport für über zwei Millionen Vereinsmitglieder in über 5700 Vereinen, 61 Mitgliedsverbänden und 24 Sportkreisen.
Der WLSB fördert den Breiten- wie Spitzensport in vielfältiger Hinsicht und stärkt die Selbstverwaltung des Sports. Zu den wichtigsten Aufgaben des WLSB gehören die Verwaltung und Verteilung der Landeszuschüsse für den Sport, die Aus- und Fortbildung in Sportpraxis und Vereinsmanagement, die Ausarbeitung sportpolitischer Konzepte sowie umfassende Beratung und Betreuung der Vereine und Fachverbände.
Präsident des WLSB ist seit 2001 Klaus Tappeser.

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