WLSB-Präsident fordert mehr Vielfalt in der Fernsehberichterstattung


Klaus Tappeser unterstützt die Kritik der Fachverbände an der Sport-
berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten

Mehr Vielfalt im Fernsehsport fordert der Präsident des Württembergischen Landessportbundes, Klaus Tappeser. Er unterstützt damit die Kritik vieler Sportarten an der Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Die Vielfalt wird versteckt, anstatt sie stolz zu zeigen. Wir beschneiden damit den Sport und reduzieren seine Faszination“, so Tappeser. Neben dem Quotenbringer Fußball sollten auch andere Sportarten ihren Platz im Fernsehen finden. Das aktuelle Bild ist leider ein anderes: Selbst olympische Klassiker wie die Leichtathletik, Schwimmen, Basketball und Handball verkümmern zu medialen Randsportarten. Während bislang noch einige Großereignisse wie beispielsweise die Leichtathletik- oder Handball-WM ihren festen Platz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hatten, sind solche Übertragungen in Zukunft gefährdet und werden in Frage gestellt. Schon jetzt beklagen einige Verbände, dass von wichtigen Meisterschaften nicht einmal Kurznachrichten gesendet werden.

„Wir haben viele erfolgreiche Bundesligisten und Spitzenathleten und zeigen sie nicht“, kritisierte WLSB-Präsident Tappeser. Eine ausgewogene Berichterstattung sehe anders aus und sei auch ein Teil des öffentlichen Auftrags für ARD und ZDF. Mit Blick auf die württembergischen Vereine forderte er eine stärkere Berücksichtigung verschiedener Ballsportarten wie Basketball, Handball, Volleyball und Tischtennis. „Teilweise gehören wir zur europäischen Spitze und keiner bekommt’s mit“, sagte Tappeser. „Nicht nur Fußball und Wintersport haben eine ausführliche und gute Berichterstattung verdient.“ Vereine wie der VfB Friedrichshafen, Frisch auf Göppingen, EnBW Ludwigsburg, Balingen-Weilstetten, TTF Liebherr Ochsenhausen, Ratiopharm Ulm, EnBW TV Rottenburg, Walter Tigers Tübingen, Allianz Stuttgart oder auch die Kunstturner aus Stuttgart und Ulm beklagen seit Jahren, dass sie nur selten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sind und dabei meistens auf ein 90-Sekunden-Nachrichtenformat reduziert werden.

Gemeinsam mit den Rundfunkräten des Sports in Baden-Württemberg will sich der Württembergische Landessportbund für eine bessere Berichterstattung einsetzen.

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